luther"Tack! Tack! Tack!" Am 31. Oktober 1517 nagelt der Augustinermönch Martin Luther 95 Thesen an die Türe der Schlosskirche in Wittenberg und bringt damit eine grundlegende Reformation der christlichen Kirche ins Rollen.

500 Jahre später sehen wir, wie Jesus eine neue, weltweite Reformation am in Bewegung Setzen ist. Es ist darum höchste Zeit für ein neues "Tack! Tack! Tack!" und 95 neue Thesen, die diese letzte, nötige Reformation, bevor Jesus wiederkommt, zur Sprache bringen.

Die 95 neuen Thesen thematisieren die Jesus-Reformation, die Reformation des Glaubens, die Reformation der Kirche und die Reformation der Evangelisation.

Gerne darfst du mithelfen, die Thesen mit dem offiziellen PDF-Dokument zu verbreiten: "95 Thesen zur letzten Reformation".

Es gibt auch eine offizielle englische Version. Du findest sie hier: "95 Theses of the Final Reformation".

 

 

95 Thesen zur letzten Reformation

 

1

„Tut Busse, denn das Reich von Gott ist nahe herbeigekommen!“[1]

Es ist höchste Zeit, dass wir Menschen unser Denken und Handeln verändern lassen und zu dem dreieinigen Gott umkehren. Das Ende unserer Welt ist nahe.

 

Die Jesus-Reformation

 

2

Es ist Zeit für eine neue, letzte Reformation: die Jesus-Reformation.

Jesus Christus soll als Retter der Menschheit, König der Welt und nachzuahmendes Vorbild wieder den Platz bei uns allen bekommen, der ihm gebührt.

 

3

Jesus ist der einzige Weg zu dem einzig wahren Gott.[2]

 

4

Keine Religion der Welt, keine Kirche kann uns von den Sünden retten und mit Gott versöhnen.

Nur der heute noch lebende Jesus kann – und will – es tun.[3]

 

5

Jesus, der Sohn Gottes, ist der gute Herr und König.[4]

 

6

Es gibt nichts Besseres, als kompromisslos für ihn zu leben und ihm zu gehorchen.[5]

 

7

Jesus von Nazareth ist das perfekte (Vor-)Bild, in das alle Christen umgestaltet werden sollen.[6]

 

8

Christen als „Nachfolger“ von Christus sollen das Gleiche tun, was dieser getan hat: die Kranken heilen, die vom Teufel Geplagten frei machen, das herausfordernde Evangelium glasklar predigen und in den Menschen eine Sehnsucht nach dem himmlischen Vater wecken.[7]

 

Die Reformation des Glaubens

 

9

Wir sind dankbar, dass der eine Gott den Glauben an ihn in der Welt und in der Kirche erhalten hat. Dennoch sind wir überzeugt, dass wir eine Reformation des (christlichen) Glaubens brauchen.

 

10

Nur der Glaube an Jesus, der für unsere Sünden am Kreuz gestorben und am dritten Tag auferstanden ist, kann uns Menschen retten und zu Kindern von Gott machen.[8]

 

11

Es ist naiv und hochmütig zu glauben, unsere guten Taten würden reichen, um vor dem heiligen Gott zu bestehen.[9] Die Vergebung der Sünden und das ewige Leben im Himmel können wir uns mit (religiöser) Leistung nicht verdienen, sondern nur schenken lassen.[10]

 

12

Gott schenkt uns ewiges Leben, wenn wir in einem Gebet vor ihm eingestehen, dass wir Sünder (Übertreter von seinen Geboten) sind, und ihn um die durch Jesus ermöglichte Vergebung bitten.[11]

 

13

Wir werden gereinigt, geheiligt, für gerecht erklärt und von Gott als seine Kinder angenommen, wenn wir Jesus als Erlöser und Herrn unseres Lebens annehmen und bekennen und uns im Glauben auf seinen Namen taufen lassen.[12]

 

14

Die Erlösung ist ein Geschenk, sie ist Gnade. Aber Gnade ist keine billige Schleuderware. Gott will, dass wir uns radikal von einem Leben in Sünde abkehren und mit seiner Hilfe so leben, wie er es uns in der Bibel sagt.[13]

 

15

Wer in Sünde verharrt, kann nicht in das Reich Gottes kommen.[14]

 

16

Wer in Sünde fällt und sie Gott bekennt, findet immer wieder Vergebung.[15]

 

17

Die erfahrene Gnade von Gott erzieht uns zum Gehorsam.[16] Und der Heilige Geist ist die Befähigung von wiedergeborenen Christen zu einem Leben, das Gott gefällt.[17]

 

18

Gottes Liebe zu uns können und müssen wir uns aber nie erarbeiten. Sie hört nie auf, weil Gott wesenshaft Liebe ist.[18]

 

19

Für alle, die an Jesus glauben und für ihn leben, ist Gott auf ewig ein liebender und vergebender Vater, ein Papa.[19]

 

20

Aber auch als Vater bleibt Gott der unvorstellbar grosse, heilige und furchtbare Gott, der von seinen Kindern aufrichtigen Respekt und tiefe Ehrfurcht will.[20]

 

21

Der Glaube an einen „lieben Gott“, der keiner Fliege etwas zuleide tut, ist Blödsinn. Gott wird am Ende der Zeit alle Menschen richten und – wo nötig – gerecht bestrafen.[21]

 

22

Man kann die Existenz der Hölle leugnen, geben tut es sie dennoch. Und die Hölle wird der Ort sein, wo Menschen, die das Evangelium von Jesus als dem Gekreuzigten und Auferstandenen abgelehnt haben, fern von Gott und fern von allem Schönen „leben“ müssen.[22]

 

23

Eine ebenso sträfliche und selbstzerstörerische Torheit unserer Zeit ist es, das Existieren eines Teufels und seiner Dämonen zu bestreiten.[23]

 

24

Verwirft man wider alle Vernunft auch die Auferstehung von Jesus aus den Toten aufgrund ideologiebedingter Ignoranz, bleibt man ohne Begegnung mit dem Lebendigen unerlöst in Sünde und Dreck sitzen.[24]

 

25

Wer die Jungfrauengeburt von Jesus bestreitet, bestreitet seine Göttlichkeit. Und wer in Jesus nicht „den wahrhaftigen Gott“ anbetet, wird nicht zum „ewigen Leben“ durchdringen, das er als solcher ist.[25]

 

26

Auch der Glaube, der einen wiederkommenden Jesus leugnet, ist kein christlicher Glaube. Jesus wird bald für die ganze Menschheit sichtbar vom Himmel her kommen. Für die einen als Retter, für die anderen als Richter.[26]

 

27

Die Ansicht, dass alle Tierarten und der Mensch durch eine göttlich gelenkte Evolution entstanden sind, ist eine Beleidigung des allmächtigen und guten Gottes. Gott hat alle Tierarten und den Menschen durch sein schöpferisches Wort gemacht und nicht mittels selektierendem Tod.[27]

 

28

Krankheiten und Tod sind eine Folge vom Sündenfall, einem realen historischen Ereignis.[28]

 

29

Es ist ein neu zu entdeckendes Geschenk, dass Jesus am Kreuz alle unsere körperlichen und seelischen Krankheiten und Schmerzen stellvertretend getragen hat, damit alle, die ihn als Heiler im Glauben suchen, heil werden können.[29]

 

30

Gott ist nicht ein Gott, der uns auf Dauer in seelischem und körperlichem Leiden belassen will. Die Grundabsicht vom himmlischen Vater und von Jesus ist immer, die Gebundenen frei und die Kranken gesund zu machen.[30]

 

31

Gott will unsere notvolle irdische Welt mehr und mehr mit seinem heilvollen Himmelreich durchdringen lassen, und zwar durch seine bevollmächtigten Kinder![31] Gleichzeitig leben wir auch voller Hoffnung auf den Moment hin, wenn Gott am Ende der Zeit eine neue Welt erschaffen wird, wo dann definitiv kein Schmerz, keine Trauer und kein Tod mehr sein werden.[32]

 

32

Auch wenn Gott uns schon auf der Erde ein heiles und erfülltes Leben schenken will: Er lässt durchaus Probleme in unserem Leben zu, die uns näher zu ihm bringen.[33]

 

33

Es ist auch normal, dass man wegen dem Glauben an Jesus grosse Schwierigkeiten bekommt. Dass man um des Evangeliums willen leiden wird, ist eine „Verheissung“ von Jesus für alle seine Jünger.[34]

 

34

Für ein standfestes, kraftvolles und weltveränderndes Leben als Christen brauchen wir die Taufe mit dem Heiligen Geist, die stets durch ein nachfolgendes übernatürliches Zeichen erkennbar wird.[35]

 

35

Die Wiedergeburt im Heiligen Geist und die Taufe mit dem Heiligen Geist können zusammenfallen, müssen es aber nicht.[36]

 

36

Der Heilige Geist will im Leben von Gläubigen sowohl Früchte (positive Verhaltensweisen) als auch Gaben (übernatürliche Fähigkeiten) wirken, die nicht gegeneinander auszuspielen sind und für uns und unsere Mitmenschen ein unverzichtbarer Segen bedeuten.[37]

 

37

Der (christliche) Glauben kann allein auf der Bibel als dem von A bis Z inspirierten Wort Gottes gründen. Sie lehrt uns nichts als die Wahrheit über Gott, den Menschen und die Welt.[38]

 

Die Reformation der Kirche

 

38

Wir wissen es zu schätzen, dass Gott vielfältig und segensreich in verschiedenen christlichen Gemeinden und Kirchen wirkt. Dennoch sind wir überzeugt, dass eine Reformation der weltweiten Kirche dringend notwendig ist.

 

39

Die globale Kirche macht als „dem Herrn gehörige“ Glaubensgemeinschaft ihrem Namen teilweise nur noch wenig Ehre.[39] Sie ist oft mehr einer kirchlichen Tradition, den Kirchenfunktionären, dem Geld, der Politik und den gesellschaftlichen Mehrheitsmeinungen hörig als ihrem eigentlichen Herrn: Jesus Christus.

 

40

Jesus soll als einziges Oberhaupt seine Kirche durch seine Anweisungen in der Bibel wieder völlig bestimmen dürfen, selbst wenn dies mit dem Aufgeben von liebgewonnen Traditionen einhergehen müsste.[40]

 

41

Es ist höchste Zeit, den methodischen Zweifel an der Bibel als dem wahren und verbindlichen Wort Gottes zu begraben. Denn er füllt zwar die Bücher, leert aber die Kirchen und versperrt den Menschen den Weg zu einer Begegnung mit dem lebendigen Gott.

 

42

Jesus Christus muss in seiner weltweiten Kirche wieder glaubensvoll und mit Freude als einzig wahrer Retter und König und nachzuahmendes Vorbild gepredigt werden.

 

43

Die Kirche soll aber auch der Ort sein, wo die Gläubigen befähigt werden, Jesus ihren Mitmenschen als Retter, König und Vorbild zu bezeugen.

 

44

Keine kirchlichen „Profis“ können und dürfen den Job übernehmen, den alle Jesus-Gläubigen auszuüben haben: die Nationen zu Jüngern zu machen, Menschen zu taufen und sie ein Jesus-gemässes Leben zu lehren.[41]

 

45

Die kirchlichen Lehrer haben vor allem die göttliche Berufung, „ihre“ Gläubigen zu ermutigen und zu trainieren, diesen umfassenden Missionsauftrag auszuführen.

 

46

Jeder (willige) Gläubige soll gelehrt und praktisch angeleitet werden, wie man Jesus-fernen Menschen das Evangelium erklärt und sie zu einer Entscheidung für Christus hinführt.

 

47

Jeder (willige) Gläubige soll gelehrt und praktisch angeleitet werden, wie man neue Gläubige tauft und sie dann in ein Leben hinein begleitet, wo sie auf Jesus hören und seinen guten Willen tun.

 

48

Jeder (willige) Gläubige soll gelehrt und praktisch angeleitet werden, wie man in der Kraft des Heiligen Geistes Kranke heilt und Menschen von bösen Geistern befreit, wie es Jesus als unser Vorbild getan hat.

 

49

Die Kirche soll nicht krampfhaft versuchen, Jesus-ferne Menschen in ihre Veranstaltungen zu bringen, sondern vielmehr die „Heiligen“ zurüsten, erfüllt mit dem Geist Gottes zu ihren Mitmenschen zu gehen und in ihnen durch Wort und Wunder die Sehnsucht nach Jesus zu wecken.[42]

 

50

Die Kirche muss primär ein Ort sein, wo Jüngerschaft gelehrt und gelebt wird. Sonst ist es keine Kirche, wie Jesus sie sich gewünscht hat.[43]

 

51

Vielerorts müssen wir unsere kirchlichen Strukturen und Aktivitäten grundsätzlich überdenken, wenn wir nicht länger aus Gläubigen wählerische Konsumenten oder überlastete Kirchenprogrammgestalter, sondern fröhliche Jesus-Jünger machen wollen, die diese Welt positiv auf den Kopf stellen.

 

52

Jüngerschaft passiert vor allem in kleineren Gruppen, die immer wieder ihr Leben miteinander teilen, über die Bibel austauschen und es einüben, was es heisst, Jesus nachzufolgen.[44]

 

53

Bei allem nötigen Fokus auf aktive Jesus-Nachfolge muss in jeder christlichen Gemeinschaft Raum sein für Gläubige, die zunächst vor allem empfangen, auftanken, heil werden müssen, bevor sie ihre Berufung als Jüngermacher voll leben können.[45]

 

54

Kirche muss auch immer ein Ort sein, wo Jesus-ferne Menschen bedingungslose Liebe und Wertschätzung finden. Ein Ort, wo mit Geduld Schwache gestärkt, Verletzte verbunden, Entmutigte aufgerichtet und Zweifelnde ernst genommen werden.

 

55

Bei aller Notwendigkeit gläubige sowie Jesus-ferne Menschen zu radikaler Jüngerschaft aufzurufen: Kirche muss frei sein von jeglichem Zwang.

 

56

Jede christliche Kirche muss stets bereit sein, Menschen frei ziehen zu lassen, wie dies Jesus vorgelebt hat.[46]

 

57

Die Kirche soll ein Ort sein, wo der Heilige Geist Raum hat, durch seine übernatürlichen Gaben völlig frei zu wirken.[47]

 

58

Alle Jesus-Gläubigen in einer lokalen Gemeinschaft sind wichtige Glieder am Leib von Jesus. Jede/r Einzelne verdient Wertschätzung und braucht Raum, seine/ihre natürlich-übernatürlichen Gaben in der Gemeinde einzubringen.

 

59

Die abgrenzende Unterscheidung zwischen Priestern und Laien, Profis und Amateuren ist biblisch unhaltbar: Das Volk Gottes ist ein Volk, das aus lauter Priestern besteht.[48]

 

60

Gewiss: Gott beruft und salbt bestimmte Personen auch heute noch zu Aposteln, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrern für die Gemeinde.[49]

 

61

Aber diese Personen haben nicht das Recht, sich über andere Glieder zu erheben. Als „Ausrüster der Heiligen“ sollen sie vielmehr Diener der Gemeinde sein.[50]

 

62

Es ist eine grosse Sünde, dass Christen sich mit irgendwelchen (geistlichen) Titeln brüsten und so Gläubige von sich anstatt von Gott abhängig machen und ihre eigenen Königreiche bauen.

 

63

Wie sich christliche Kirchen und Gemeinschaften teilweise an ihren Mitgliedern bereichern ist ein weiterer Skandal. Diese Geldliebe steht wahrer geistlicher Vollmacht im Weg.[51]

 

64

Die weltweite Kirche ist berufen, sich mit Hingabe für die materiell Armen und andere Menschen in Not einzusetzen[52] und gegen Habsucht und fehlende Freigiebigkeit zu predigen[53].

 

65

Der Hauptauftrag der Gemeinde von Jesus bleibt aber, in der Kraft des Heiligen Geistes das Evangelium zu verkünden.[54]

 

66

Die Kirche kann dies nur in Vollmacht tun, wenn sie sich immer wieder durch Jesus ihren Herrn von Lauheit und Kompromissen mit der Sünde reinigen lässt.[55]

 

67

Der bald wiederkommende Jesus sehnt sich nach einer heiligen Braut, die aus Liebe zu ihm die Sünde hasst und ihm mit Hingabe dient.[56]

 

68

Es ist höchste Zeit, dass in der Kirche (von der Bibel definierte) Sünden wieder beim Namen genannt werden und alle Gläubigen weltweit – wo nötig – Busse tun und sich neu für ein Leben im Gehorsam gegenüber Jesus entscheiden.[57]

 

69

Die weltweite Kirche kann und muss sich noch viel mehr für ihre Glieder einsetzen, die wegen ihrem Glauben an Jesus Christus verfolgt werden.[58]

 

70

Die christliche Kirche hat auch eine gottgegebene Verantwortung, sich politisch für das Volk der Juden einzusetzen und ihnen Jesus als ihren jüdischen Messias und einzigen Weg zu Gott zu bezeugen.[59]

 

71

Dem dreieinigen Gott ist es weiter ein Herzensanliegen, dass die Gläubigen verschiedener Kirchen und Gemeinschaften immer mehr „eins“ werden, indem sie einander wertschätzen und sich im gemeinsamen Evangelisationsauftrag unterstützen.[60]

 

72

Einheit unter christlichen Kirchen ist aber nur dort möglich und geboten, wo die Bibel als wahres Wort Gottes angenommen und Jesus als gekreuzigter und auferstandener Retter, Herr und Gott gepredigt wird.[61]

 

73

Keine Kirche hat das Recht, das Heil und die Wahrheit allein für sich und ihre Mitglieder zu beanspruchen.

 

74

Unsere Interpretation der Bibel und des göttlichen Willens ist fehlbar und bleibt Stückwerk. Das gilt auch für diese 95 Thesen.

 

 

Die Reformation der Evangelisation

 

75

Wir wissen es zu schätzen, dass Gott souverän durch alle möglichen Evangelisationsarten Menschen zu sich zieht. Dennoch sind wir überzeugt, dass eine Reformation der christlichen Evangelisationsarbeit dringend notwendig ist.

 

76

Wir können es uns nicht leisten, Evangelisation irgendwelchen Spezialisten zu überlassen. Es braucht jeden Christen als berufenen Zeugen und Jüngermacher.

 

77

Es ist höchste Zeit, dass wir in der Art, wie wir evangelisieren, wieder zurückkehren zu dem Vorbild der ersten Christen, die das Evangelium stets in Begleitung von Zeichen und Wundern verkündigt haben.[62]

 

78

Jeder, der an Jesus glaubt, soll, kann und wird in der Verbindung zum Sohn Gottes und dem himmlischen Vater die gleichen Wunderwerke tun, die Christus auch getan hat.[63]

 

79

Wir haben wie die ersten Jünger den Auftrag und die Vollmacht, im Namen von Jesus Tote wieder aufzuwecken, Menschen von bösen Geistern zu befreien, Kranke zu heilen, Blinde sehend, Lahme gehend, Stumme redend und Taube hörend zu machen.[64]

 

80

Dass diese Zeichen und Wunder durch uns auch tatsächlich passieren, setzt voraus, dass wir den himmlischen Vater anhaltend darum bitten und die freundschaftliche Beziehung zu ihm und seinem Sohn immer weiter vertiefen.[65]

 

81

Zudem müssen wir im Glauben Wagnisse eingehen und zum Beispiel kranken Jesus-fernen Menschen auf der Strasse oder im persönlichen Umfeld Gebet anbieten und im Namen von Jesus Heilung in ihr Gebrechen hineinsprechen.[66]

 

82

Wenn Zeichen und Wunder in der ersten Christengeneration ein Hauptgrund waren, warum Menschen zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind[67], wie viel mehr brauchen wir das sichtbare Wunderwirken des Heiligen Geistes in unserer heutigen diskussionsmüden, agnostischen und materialistischen Gesellschaft.

 

83

Neben Krankenheilungen ist das durch den Heiligen Geist geleitete prophetische Reden in das Leben von Jesus-fernen Menschen hinein für eine wirksame Evangelisation zentral.[68]

 

84

Es ist unbiblisch und gefährlich, wenn wir die Menschen im Namen von Jesus heilen, ohne ihnen danach das Evangelium von Jesus Christus als dem einzigen Weg zu Gott zu predigen.[69]

 

85

Damit Leute erkennen, dass sie Jesus als ihren Retter brauchen, müssen sie von uns zu gegebener Zeit hören, dass wir Menschen von Natur aus wegen unserer Sünde auf Gericht und Hölle zusteuern.[70]

 

86

Bei allem Wissen um die Tatsache, dass der Heilige Geist von Sünden überführen muss: Es ist unser evangelistischer Auftrag, den Menschen in unserer heutigen werteverdrehten Gesellschaft zu sagen, was der Massstab des heiligen Gottes ist, und Sünden beim Namen zu nennen.[71]

 

87

Bei allem Wissen um die Tatsache, dass (auch) die erfahrene Güte von Gott die Menschen zur Busse führt: Es ist eine riesige Not, dass bei vielen evangelistischen Bemühungen der weltweiten Kirche der Aufruf zu einer radikalen Bekehrung zu Gott und Jesus fehlt![72]

 

88

Die Leute sollen von uns hören, dass diese Busse neben der Bitte an Gott um Vergebung und dem Anrufen von Jesus als Retter auch den Entscheid beinhaltet, sich von einem Leben in Selbstbestimmung und Sünde abzuwenden und hinzuwenden zu einem Leben für und mit Gott.[73]

 

 

89

Es ist höchste Zeit, dass wir aufhören, den Leuten Jesus lediglich als Lebensverschönerer zu „verkaufen“. Es soll immer klar rüberkommen, dass man Jesus nur im „Doppelpack“ haben kann: als Retter und Herr, als Helfer und König, der unser ganzes Leben besitzen will.[74]

 

90

Es ist gut, wenn wir offenen Menschen helfen, Jesus in einem Gebet ihr Leben zu geben. Aber diese Lebensübergabe soll unbedingt und ohne Verzögerung in der Wassertaufe auf den Namen von Jesus beziehungsweise auf den Namen des dreieinigen Gottes festgemacht werden.[75]

 

91

Bei jedem, der an Jesus glaubt oder sich zu ihm bekehren möchte, hat die Taufe auf den Tod von Jesus die Kraft zu retten und die Herrschaft der Sünde und die Herrschaft von bösen Geistern ein für alle Mal zu brechen.[76]

 

92

Zu dem einen folgenschweren Versäumnis in vielen evangelistischen Aktivitäten unserer Zeit, dass man Bekehrungswillige nicht sofort tauft oder die Taufe nur als Symbol praktiziert, kommt ein zweites: Man hilft ihnen nicht, die Wut auf ihre Mitmenschen loszulassen, was die Voraussetzung für göttliche Vergebung und Befreiung ist.[77]

 

93

Bei aller berechtigter Leidenschaft, Menschen für Jesus zu „gewinnen“: Jeder Mensch hat eine gottgegebene Würde und darf nie zu etwas gedrängt werden, was er nicht selber möchte.

 

 

94

In jedem Menschen auf dieser Welt schlummert die grosse Sehnsucht nach dem einen Schöpfergott und seinem Sohn. Diese Sehnsucht wird nachhaltig geweckt, wenn die Menschen bei uns die bedingungslose Liebe spüren, die der himmlische Vater zu ihnen hat.[78]

 

95

Weil Gott alle Menschen bei sich haben möchte und immer wieder seine Geschöpfe souverän zu sich ziehen wird, dürfen wir stets mit grosser Erwartung das Evangelium verkünden.[79] Mitten in der dunkelsten Endzeit wird das Licht vom himmlischen Vater umso heller scheinen und er wird noch eine riesige Ernte aus zu Jesus bekehrten Juden und Menschen aller Völker einfahren.[80]

 


In Verbundenheit mit der Jesus-Reformation, die Gott weltweit bereits am Wirken ist

Lukas Stolz (S. D. G.)

Schweiz (Engwilen), der 1. Juli 2015

 

Urheberrechte:

Die 95 Thesen dürfen in der Form vom offiziellen PDF-Dokument sowohl digital als auch gedruckt bzw. kopiert unbegrenzt verbreitet werden. Jedes sonstige Abdrucken bzw. Publizieren der 95 Thesen (in der Gesamtheit oder in Auszügen) ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Autors untersagt.

 


Die biblischen Bücher werden in den Anmerkungen wie folgt abgekürzt: Ps=Psalm; Pred=Prediger; Jes=Jesaja; Jer=Jeremia; Sach=Sacharja; Mt=Matthäus; Mk=Markus; Lk=Lukas; Joh=Johannes; Apg=Apostelgeschichte; Röm=Römer; 1.Kor=1.Korinther; 2.Kor=2.Korinther; Gal=Galater; Eph=Epheser; Phil=Philipper; Kol=Kolosser; 1.Thess=1.Thessalonicher; 2.Thess=2.Thessalonicher; 1.Tim=1.Timotheus; 2.Tim=2.Timotheus; Tit=Titus; Hebr=Hebräer; Jak=Jakobus; 1.Petr=1.Petrus; 2.Petr=2.Petrus; 1.Joh=1.Johannes; 2.Joh=2.Johannes; Offb=Offenbarung.


[1] Das war die Kernbotschaft von Jesus von Nazareth (siehe Mt 4,17).

[2] Joh 14,6.

[3] Mt 1,21; Röm 5,8-11; 2.Kor 5,17-21; Jes 53,1-12.

[4] Jes 9,5-6; Jer 23,5-6; 30,21; Sach 6,12-13; Lk 1,31-33.69-70; Phil 2,9-10; Hebr 1,8; Offb 1,5; 19,16.

[5] Joh 8,12; Mt 11,28-30; 19,27-29.

[6] Lk 6,40; Röm 8,29; 2.Kor 3,18; Eph 4,13.

[7] Mt 4,23-24; Joh 14,12; 20,21; Mk 16,15-18; Lk 6,40; vergleiche auch Mt 10,7-8 mit Mt 28,20.

[8] Joh 1,12; 3,16; Röm 3,22.26; 5,1-2.

[9] Röm 3,20; Offb 20,12-15.

[10] Röm 3,24.28; Eph 2,8-9.

[11] Lk 18,13-14; 1.Joh 1,8-9.

[12] Joh 1,12; Röm 10,9-10; 1.Kor 6,11; Mk 16,16; Apg 2,38.

[13] Röm 6,1-2; Kol 3,5-9; 1.Joh 3,4-10.

[14] 1.Kor 6,9-10; Hebr 10,26-27.

[15] 1.Joh 1,9.

[16] Titus 2,11-12.

[17] Röm 8,2-11; 14,18; Gal 5,16-25.

[18] Röm 5,8; 1.Joh 4,8-10.

[19] Röm 8,15; Gal 4,4-7.

[20] Phil 2,12; 1.Petr 1,17; Hebr 12,28-29; Offb 15,4; Jesus spricht vom „heiligen Vater“ (Joh 17,11).

[21] Ps 9,6-9; Jes 24,17-23; 26,21; Röm 2,1-8; Hebr 10,29-30; Offb 20,11-15.

[22] 2.Thess 1,6-9; Mt 10,28; 25,41-43; Joh 3,36; Offb 14,9-11; 20,15.

[23] Joh 8,44; 2.Kor 11,14.

[24] Röm 10,9.

[25] 1.Joh 1,2; 5,20.

[26] Mt 24,30-31; 25,31-46.

[27] 1.Mose 1,20-27; dies schliesst aber nicht aus, dass der kreative Gott die Tiere mit einer grossen genetischen Variabilität versehen und so eine Mikroevolution innerhalb der Arten möglich gemacht hat.

[28] 1.Mose 3; Röm 5,12.

[29] Jes 53,4-5; Mt 8,16-17; zur Bedeutsamkeit des Glaubens siehe z. B. Mt 8,13; 9,22.29; 15,28; 17,20.

[30] Jesus, der das Wesen und den Willen des himmlischen Vaters endgültig offenbart hat (Joh 14,9), hat ausnahmslos alle Leidenden geheilt, die zu ihm gekommen oder gebracht worden sind (Mt 4,23-24; 8,16; 12,15; 14,35-36; Mk 6,56; Lk 6,19; Apg 10,38). Dies hat Jesus auch nach seiner Himmelfahrt durch seine Jünger getan (Apg 5,16; 28,8-9) und will er weiterhin tun (Hebr 13,8; Joh 14,12).

[31] Jes 51,16; Mt 6,10; 10,7-8; Lk 10,8-9; 11,20; 17,20-21.

[32] Offb 21,1-5.

[33] Röm 8,28; 2.Kor 12,9-10.

[34] Mt 10,17-22; Joh 15,19-20.

[35] Apg 2,4; 8,17-19; 10,45-46; 19,6.

[36] Zwei Ereignisse sind es z. B. in Apg 8,12-17 (vergleiche auch Joh 20,22 mit Apg 2,4), zusammenfallen tun sie in Apg 10,44-46.

[37] Gal 5,22-23; Röm 12,6-8; 1.Kor 12,1-11.28-31; 14,1 (!).

[38] 2.Tim 3,16; 1.Thess 2,13.

[39] Kirche kommt vom griechischen Wort „kyriakos“, das heisst „dem Herrn gehörig“.

[40] Eph 1,22.

[41] Mt 28,19-20.

[42] Eph 4,11-12.

[43] Mt 28,19-20; 1.Kor 4,16-17; 11,1; 2.Tim 2,1-2.

[44] Mk 3,13-15; vergleiche Mk 5,35-42 mit Apg 9,39-41.

[45] Lk 4,18-19.

[46] Joh 6,66-67.

[47] 1.Kor 12,4-11; 14,39-40; 1.Thess 5,19-20.

[48] 1.Petr 2,5.9; Offb 1,6; 5,10.

[49] Eph 4,11.

[50] Eph 4,12; Kol 1,24-25.

[51] 1.Tim 6,6-10.

[52] 5.Mose 15,7-9; Mt 25,34-36.

[53] Röm 13,14; 1.Kor 6,10; Kol 3,5; 1.Tim 6,17-19; Jak 5,1-6; 1.Joh 3,17.

[54] Lk 24,46-49.

[55] Offb 3,15-22.

[56] Eph 5,27; 2.Kor 11,2-3; 1.Petr 1,14-16.

[57] Offb 2,4-5.14-16; 3,2-3.15-19.

[58] 1.Kor 12,26; Hebr 13,3.

[59] 4.Mose 24,9; Ps 122,6; Röm 1,16; 11,17-18.

[60] Joh 17,11.20-23.

[61] 2.Joh 1,7-10.

[62] Mk 16,17-20; Apg 2,43; 5,12; 6,8; 8,5-7; 14,3; 15,12; 19,11-12; Röm 15,18-19; Hebr 2,4.

[63] Joh 14,12; 15,7-8.

[64] Vergleiche Mt 10,1.8 mit 28,19.

[65] Apg 4,31; Joh 5,19; 15,5.

[66] Lk 10,9; Apg 3,1-8; 14,8-10.

[67] Apg 2,43-47; 3,1-4,4; 5,12-16; 8,6-12; 9,33-35; 9,36-42; 14,3-4; 19,11-20; 28,3-10; Röm 15,18-19.

[68] Joh 4,16-19.29; 1.Kor 14,24-25.

[69] Lk 10,9; Apg 3,12-26.

[70] Mt 5,22.29-30; Apg 10,42; 13,46; 17,31; 24,25; Röm 1,18-3,23.

[71] Apg 3,13-15; 14,15; 17,29-30; 24,25; Röm 1,24-2,1; 1.Kor 6,9-10; Gal 5,19-21.

[72] Mt 4,17; Mk 6,12; Lk 24,47; Apg 2,38; 3,19; 14,15; 17,30; 20,21; 26,20.

[73] Apg 26,18-20; 1.Thess 1,9; 1.Joh 3,4-9.

[74] Röm 10,12-13; 14,7-8; 1.Kor 6,19-20; 7,22-23; Gal 2,19-20.

[75] Mt 28,19; Apg 2,38.41; 8,12.35-38; 9,18; 10,44-48; 16,32-33; 22,16.

[76] Mk 16,16; Apg 22,16; Röm 6,3-7; Gal 3,27; Kol 2,11-12; 1.Petr 3,21.

[77] Mt 6,14-15; 18,34-35; Mk 11,25; Lk 6,37.

[78] Jes 42,4; 51,5; Pred 3,11 // Mt 5,43-48; Mk 12,31; Röm 12,20-21; Gal 5,14; 1.Joh 3,16-18; 4,9-12.16-21.

[79] 1.Tim 2,4; 2.Petr 3,9; Joh 12,32.

[80] Jes 60,1-4; Mt 9,37; Joh 4,35; Mt 13,24-30.36-43; 24,14; Röm 11,25-27; Offb 7,1-14.


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